Neues Schuljahr – wo gibt es Probleme?

07. August 2011

Für die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz gehen die Sommerferien zu Ende, das neue Schuljahr beginnt. „Wie es aussieht, sind in den Schultüten der Bildungsministerin immer noch faule Äpfel drin: Es werden nicht mehr Lehrer eingestellt als in den Ruhestand gehen. Die Probleme der schlechten Unterrichtsversorgung gehen also mit ins neue Schuljahr. Auch nach den sechswöchigen Sommerferien kann die Landesregierung keine Lösung für den massiven Unterrichtsausfall vorlegen. Selbst der Vertretungslehrerpool hilft nicht. Zum Start des Schuljahrs sollen nur 100 Lehrer für alle Schulen im Land bei Ausfällen einspringen”, kritisiert Marcus Klein MdL.

Er und die CDU in Rheinland-Pfalz möchten sich ein eigenes Bild von der Lehrerversorgung vor Ort machen und bitten Eltern, Lehrer und Schüler um Mithilfe. „Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen unter www.unterrichtsausfall-rlp.de mit”, so Marcus Klein MdL. „Wie wir erfahren haben, wissen viele Lehrer noch nicht, ob ihre Verträge verlängert werden, und viele Schulleiter wissen noch nicht, wie sie die gesetzlich vorgeschriebenen Stunden pro Klassenstufe mit welchen Lehrern abdecken sollen. Das ist nicht gut!”

Rot-Grün spart bei der Bildung. Das will die Landes- und Fraktionsvorsitzende, Julia Klöckner MdL, nicht hinnehmen: „Bei der Bildung darf nicht gespart werden, denn der Unterrichtsausfall ist die Mutter der Bildungslücke. Klassenzusammenlegungen, Kürzung der Stundenpläne und die Zusammenstreichung von Förderangeboten sind Zustände, die sich auf Dauer kein Bundesland erlauben darf.“

„Wie schon in den Jahren zuvor, versucht die Landesregierung den tatsächlichen Unterrichtsausfall auch jetzt wieder zu verschleiern. So wird die Statistik zur Unterrichtsversorgung Anfang September erhoben, obwohl das Ministerium genau weiß, dass Mitte des Monats 1800 Vertretungsverträge auslaufen. Diese werden trotzdem für das gesamte Schuljahr in die Unterrichtsversorgung mit eingerechnet“, ärgert sich Marcus Klein. Zudem schlägt Klein vor, dass jedem Schüler eine Übersicht zu Beginn des Schuljahres ausgehändigt wird, wie viele Wochenstunden ihm in jedem Fach entsprechend seiner aktuellen Jahrgangsstufe und Schulart zustehen. Neben dieser Soll-Übersicht müsse auch eine Ist-Übersicht zu Beginn des Schuljahres sowie zu jedem Zeugnis ausgehändigt werden. Selbst nur eine reduzierte Mathematikstunde pro Woche bedeutet rund 40 Stunden Mathematik weniger in einem Schuljahr. „Dieser Stoff fehlt. Schüler und Eltern haben ein Anrecht darauf, zeitnah verlässlich informiert zu werden.”

Deshalb möchte die rheinland-pfälzische CDU die jeweiligen Probleme vor Ort erfassen. Im Internet – unter www.unterrichtsausfall-rlp.de – können Schüler, Eltern und Lehrer schnell und unkompliziert aktuellen Unterrichtsausfall melden und ihre Erfahrungsberichte austauschen.