Flughafen Zweibrücken im Landtag – Landesregierung muss Stellung nehmen

02. März 2013

Die Debatte um die Zukunft des Flughafens Zweibrücken beschäftigt jetzt den rheinland- pfälzischen Landtag. Die CDU Landtagsfraktion hat auf Initiative der CDU Landtagsabgeordneten Dr. Susanne Ganster aus Erfweiler und Marcus Klein aus Ramstein- Miesenbach eine mündliche Anfrage an die Landesregierung gestellt, die im Plenum der kommenden Woche behandelt werden soll.

Die Abgeordneten wollen wissen, welche Strategie die Landesregierung bezüglich Betrieb und Entwicklung des Flughafens Zweibrücken verfolgt. „Wir wollen auch wissen, wie der Stand der Verhandlungen mit dem Saarland bei der Flughafenkooperation ist“, so Ganster und Klein. „Es kann nicht sein, dass wilde Spekulationen ins Kraut schießen, wonach der Flughafen nun ans Saarland abgedrückt werden soll“, so die Abgeordneten weiter.

Laut Zeitungsberichten hat ein Sprecher der Landesregierung erklärt, das Saarland solle den Flughafen übernehmen und alleine betreiben, was aus Saarbrücken umgehend dementiert wurde. „Wir sind entsetzt über diesen Dilettantismus! Ein solches Vorgehen ist unverantwortlich! Sieht so der neue Umgang unserer Landesregierung mit dem Standort Zweibrücken und den Beschäftigten vor Ort aus?“ fragen die Abgeordneten aus der Westpfalz.

In einer Antwort auf eine frühere Anfrage habe die Landesregierung noch mitgeteilt, dass man den Flughafen Zweibrücken als „eine der tragenden Säulen in der wirtschaftlichen Entwicklung der Region” sehe. „Wir fragen die rot-grüne Landesregierung, ob sie das jetzt noch genauso sieht. Wenn nicht, dann soll man das den Menschen auch offen sagen, anstatt anderen den schwarzen Peter zuzuschieben.“

Die Region Westpfalz sei offenbar das rot-grüne Stiefkind. „Die Verhinderung des nötigen B10-Ausbaus, das jahrelange Taktieren bei der S-Bahn Homburg-Zweibrücken und nun ein Abschied beim Flughafen durch die kalte Küche? Die Landesregierung ist verantwortlich für eine zukunftsfähige Infrastruktur in unserer Heimat – und zwar die Landesregierung in Mainz, nicht in Saarbrücken oder sonst wo! Lewentz, Lemke und Konsorten sollten dieser Verantwortung endlich gerecht werden. Das sind sie der Westpfalz schuldig!”