Ende von 115 Vertretungsverträgen an Schulen in Stadt und Kreis

26. Juni 2013

„115 Lehrerinnen und Lehrer in Stadt und Landkreis Kaiserslautern verlieren zu Beginn der Sommerferien ihren Arbeitsvertrag“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Klein. Wie das Land mit seinen befristet beschäftigten Lehrern umgehe sei schockierend, das belege die Antwort auf eine entsprechende Parlamentarische Anfrage des Abgeordneten aus Ramstein-Miesenbach (Drucksache 16/2451).

„Die Landesregierung will Kosten sparen und setzt viele Lehrer und Aushilfskräfte über die Sommerferien auf die Straße. Für viele von ihnen bedeutet das, dass sie für die Zeit der Sommerferien arbeitslos sind und von ihren Rücklagen oder von Sozialleistungen leben müssen. Die Zahlen zeigen vor allem auch, dass während der Zeit der Beschäftigung die Stellenzuschnitte vieler Vertretungslehrer katastrophal sind. Der Stundenumfang wird in vielen Fällen so gering gehalten, dass es schwer fällt, von dem daraus resultierenden Lohn zu leben, geschweige denn noch etwas anzusparen.“

„Gerade Ministerpräsidentin Dreyer hört sich gerne gegen Leiharbeit und Kettenverträge reden. Als Arbeitgeberin der Landesbediensteten schickt sie Lehrer aber ohne Vertrag am 1. Juli arbeitslos nach Hause. Das ist staatlich organisierte Leiharbeit“, so Klein. „Die CDU-Landtagsfraktion legt Wert darauf, dass mit Lehrern ordentlich umgegangen wird und setzt sich seit Jahren für einen festen Vertretungslehrerpool ein, der befristete Verträge für Vertretungslehrer nahezu überflüssig macht.“

Nur unwesentlich besser sei die Situation vieler angestellter Junglehrer, die seit Jahren auf eine feste Planstelle warten. „Ich habe zahlreiche Petenten, die ernsthaft überlegen, in ein anderes Bundesland zu wechseln. Weil sie zu Recht enttäuscht davon sind, wie die Schulbehörde mit ihnen umgeht. Auch Schulleiterinnen und Schulleiter schlagen Alarm, weil sie nicht wissen, wie sie diese jungen, engagierten Kräfte noch an ihrer Schule halten sollen“, so Klein.