Landesregierung darf Stadt, Stadiongesellschaft und Verein nicht im Regen stehen lassen

26. März 2014

„Die Landesregierung ist gefordert, die Vermietung des Fritz-Walter-Stadions auf eine rechtlich saubere Grundlage zu stellen. Sie darf die Stadt Kaiserslautern, die Stadiongesellschaft und den 1. FC Kaiserslautern nun nicht im Regen stehen lassen”, so heute der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, und der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Klein.

Die CDU-Landtagsfraktion fordere die Landesregierung in einem Antrag, der morgen im Landtag zur Abstimmung steht, zu einer aktiven und beratenden Rolle auf. „Derzeit steht die Landesregierung auf der Zuschauertribüne und lässt Stadt, Stadiongesellschaft und FCK mit ihren Problemen alleine. Dabei trägt sie eine gehörige Mitschuld an der Misere.“

Baldauf und Klein verweisen darauf, dass die Landesregierung in früherer Zeit gerne beim FCK hineinregiert habe. Der hochbezahlte Ex-Geschäftsführer Herzog sei direkt aus der Staatskanzlei an den Betzenberg entsandt worden. Auch das schwierige und umstrittene Konstrukt der Stadiongesellschaft sei eine Idee aus Mainz. Urheber sei der ehemalige Finanzministers Deubel, der zudem die gescheiterte Finanzkonstruktion am Nürburgring zu verantworten habe. Schließlich habe das Land an der finanziellen Schieflage der Stadt Kaiserslautern großen Anteil. „Wir sind enttäuscht, dass sich jetzt auch der seinerzeit verantwortliche Ministerpräsident Beck komplett wegduckt“, so Baldauf und Klein.

Dem FCK müsse ermöglicht werden, sich in Ruhe dem sportlichen Wettbewerb zu widmen. Die hochverschuldete Stadt Kaiserslautern dürfe sich nicht alleine mit der komplizierten Beihilfeproblematik auseinandersetzen müssen. Die Stadiongesellschaft brauche eine wirtschaftlich und rechtlich einwandfreie Basis. „Dafür ist der FCK als einziger Mieter keinesfalls alleine verantwortlich, da geht die Kritik am Verein an der Sache vorbei“, so Baldauf und Klein.

„Mit sportlichen Erfolgen schmückt man sich in Mainz immer gerne und lässt sich feiern, bei einer FCK-Aufstiegsfeier drängen sich die Regierungsmitglieder natürlich aufs Bild. Da darf die Landesregierung nicht auf der Zuschauertribüne stehen, wenn der FCK einseitig in die Kritik gerät.“