Bahnverbindung Kaiserslautern-Mainz – Verbesserungen bleiben auf der Strecke

10. Dezember 2014

Die seit Jahren angekündigten Verbesserungen auf der Bahnstrecke Kaiserslautern-Mainz werden nicht realisiert. Auch langfristig rückt die umsteigefreie Verbindung zwischen der Westpfalz und der Landeshauptstadt in weite Ferne. Das geht aus der Antwort auf eine Nachfrage des Abgeordneten Marcus Klein (CDU) aus Ramstein-Miesenbach an das zuständige Innenministerium hervor.
„Ursprünglich war geplant und angekündigt, mehrere Zugverbindungen täglich mit deutlich kürzerer Fahrzeit und ohne den bislang notwendigen Umstieg anzubieten. Davon ist ein einziges Zugpaar übrig geblieben – und das auch nur mit Einschränkung. Die Verbesserung bleibt also auf der Strecke und die Westpfalz weiter abgehängt“, so Klein.
Das Innenministerium macht dafür technische Probleme und die gestiegenen Kosten für die Streckennutzung geltend.
„Eine durchgängige Verbindung von Kaiserslautern über die Alsenzstrecke Richtung Rhein-Main war als Kernstück einer besseren Schienenanbindung unserer Region angekündigt worden. Dass diese nun nicht kommen soll ist ein schwerer Schlag für viele Pendler, die seit Jahren sehnsüchtig auf die durchgängige Verbindung warten.“
Noch in einer Plenarsitzung im September, auf die sich die Nachfrage des Abgeordneten Klein bezieht, habe der Minister von deutlichen Verbesserungen gesprochen. Erst nach mehrmaliger Nachfrage sei nun die kleinlaute Antwort aus dem Ministerium erfolgt.
„Es scheint, als wollte man die traurige Wahrheit nicht zugeben. Aber aus der großspurig angekündigten Verbesserung ist eine Schmalspurverbindung geworden. Kaiserslautern hätte zum Gewinner im neuen Rheinland-Pfalz-Takt 2015 werden sollen – und bleibt jetzt leider auf dem Nebengleis.“