Hausärztliche Versorgung sicherstellen

28. November 2015

Aufgrund der derzeitigen Altersstruktur der Hausärzteschaft, könnten in den nächsten Jahren eine ganze Reihe von Hausärzten in Ruhestand gehen. Dies stellt eine große Herausforderung dar, denn die Nachfolge ist nicht immer einfach zu regeln.
Aus einer Antwort, die der Abgeordneten Marcus Klein (CDU) von der Landesregierung erhalten hat, geht hervor, dass 53 % der Hausärzte im Landkreis Kaiserslautern in den nächsten 5 Jahren das „mittlere Austrittsalter aus der vertragsärztlichen Versorgung von 62 Jahren“ erreichen. In der Stadt Kaiserslautern liegt der Anteil mit 55% sogar noch etwas höher.
Marcus Klein: „ Das bedeutet, dass in absehbarer Zeit rund die Hälfte der Ärzte in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird. Schon heute sind 49 von 143 zugelassenen Hausärzten über 61 Jahre alt, also über ein Drittel. Vor dem Hintergrund wird es eine große Herausforderung sein, die Versorgung mit Hausärzten überall sicherzustellen.“
Zwar liege der berechnete Versorgungsgrad laut der Anfrage derzeit noch recht hoch, „aber die berechneten Zahlen sind das eine, die Wirklichkeit in den Praxen zu Stoßzeiten oder während einer Erkältungswelle sieht oft anders aus“, so Klein, „Zumal sich der Versorgungsgrad dramatisch schnell ändern kann, wenn einige Hausärzte zeitgleich ausscheiden wollen.“
Daher müsse schon heute gegengesteuert werden. Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung tue natürlich alles, um die Versorgung überall sicher zu stellen. „Das kann aber nur gelingen, wenn genug ärztlicher Nachwuchs von den Universitäten kommt und sich für eine Hausarztpraxis interessiert. Das ist leider derzeit nicht der Fall.“
Der Abgeordnete Marcus Klein will in den nächsten Wochen und Monaten mit Vertretern der Kommunalpolitik, Ärzteschaft und Landesregierung Kontakt zu diesem Thema aufnehmen. „Die Zahlen machen deutlich: Wenn wir nicht frühzeitig die Weichen richtig stellen, laufen wir Gefahr, die flächendeckende hausärztliche Versorgung zu verlieren.“

Antwort Anfrage Hausärzte KL